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Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat Bundesumweltminister Norbert Röttgen aufgefordert, die Atomkraftwerksbetreiber zur Finanzierung der neuen Endlagersuche für hochradioaktiven Atommüll heranzuziehen. „Bald zwei Milliarden Euro, die für Erkundung und Ausbau des Salzstocks in Gorleben am Ende ausgegeben sein werden, dürfen nicht weitere Milliarden folgen. Die Atomkraftwerksbetreiber haben den Atommüll produziert, sie müssen auch sämtliche Kosten für dessen Entsorgung tragen."weiter

44,6 Milliarden Euro: So viel Geld erwirtschafteten die Betriebe des produzierenden Gewerbes und des Dienstleistungsbereiches in Deutschland im Jahr 2009 mit Gütern für den Umweltschutz. Das Statistische Bundesamt (Destatis) gibt zudem bekannt, dass allein 27,3 Milliarden Euro oder mehr als 60 Prozent dieser Umsätze auf Waren, Bauleistungen und Dienstleistungen für den Klimaschutz entfielen.
Der Umsatz mit Waren für den Klimaschutz belief sich auf 20,1 Milliarden Euro. weiter
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UNICEF prämierte die Bilder des Jahres: Und nach Meinung der Jury des UN-Kinderhilfswerks stammt das beste Foto des Jahres 2010 vom 30-jährigen deutschen Nachwuchsfotografen Kai Löffelbein. Das Siegerbild zeigt einen Jungen auf der Giftmüllhalde Agbogbloshie in der Nähe von Ghanas Hauptstadt Accra. Umgeben von hochgiftigen Dämpfen und Elektroschrott aus dem Westen hält der Junge das Skelett eines Bildschirms in die Höhe. weiter

Entschleunigung extrem: Die sich immer rasanter drehende Welt will der New Yorker Designer Tiago Barros ausbremsen. Er setzt ihr einen Kontrapunkt entgegen. „Slow Travel“ nennt Tiago das Prinzip, bei dem die Passagiere sich auf künstlichen, wolkenähnlichen Ballons vom Wind an unbekannte Ziele verwehen lassen sollen. weiter

Der Oscar-prämierte Schauspieler und Produzent Michael Douglas hat sich mit der Organisation des Vertrags über das umfassende Verbot von Nuklearversuchen (CTBTO) für eine Reihe von nüchternen aber aussagekräftigen Fernsehspots zusammengetan, die für den Vertrag werben sollen. "Der Vertrag über das umfassende Verbot von Nuklearversuchen ist das leuchtende Vorbild für eine Welt ohne Kernwaffen. Ist er erst einmal in Kraft, wird er dazu beitragen, das nukleare Wettrüsten zu verhindern, dessen Zeugen wir in der Vergangenheit geworden sind, und das weitere Aufstocken der Kernwaffenarsenale um einiges schwieriger gestalten", so Douglas. weiter
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Künstliche Photosynthese könnte der erste Schritt in eine Nach-CO2-Zeit sein. Wissenschaftlern des japanischen Toyota-Konzerns gelang er jetzt. Sie produzierten im Labor aus Wasser und Kohlendioxid Ameisensäure – ganz ohne weitere Chemikalien als Hilfsmittel – und nur mit einem sonnenlicht als Energiequelle: ganz nach dem Vorbild der Natur. weiter

Uni Hohenheim hilft China; Weil sich im Nordwesten Chinas die Wüste immer weiter ausbreitet, st das Leben in den dicht bevölkerten Oasen entlang des Flusses Tarim bedroht. Im Rahmen des Forschungsprojektes SuMaRiO greifen Wissenschaftler der Universität Hohenheim ihren chinesischen Kollegen unter die Arme. Das Bundesforschungsministerium fördert das Vorhaben mit rund 1,4 Mio. Euro. weiter
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Träume heilen: Wissenschaftler der University of California untersuchten mit Scans der Hirnströme, wie unser Denkorgan mit der Erinnerung an unangenehme oder traumatische Ereignisse während des Schlafes umgeht. Das Team um Matthew Walker zeigte dazu Freiwilligen emotionale Bilder und scannte die Probanden, als sie diese Bilder mehrere Stunden später wieder sahen. Jene Teilnehmer, denen erlaubt worden war zu schlafen, wiesen in Regionen des Gehirns, die mit Gefühlen in Zusammenhang stehen, weniger Aktivität auf. Stattdessen war jener Bereich aktiver, der mit rationalem Denken in Verbindung steht. weiter

Abnehmen – durch Kaugummi kauen! Diese fantastische Botschaft will Robert Doyle, ein Chemie-Professor an der Syracuse University bald wahr werden lassen. In der Fachzeitschrift American Chemical Society's Journal of Medicinal Chemistry veröffentlichte er jetzt die Ergebnisse seiner Forschung, wonach das natürliche Appetitzügler-Hormon PYY durch Kaugummi kauen rasch in den Blutkreislauf gelangt und dort zu ein Sättigungsgefühl auslöst. weiter
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Von Elchen und Singvögeln
Das feine Gespinst ökologischer Verflechtungen dröselten jetzt Forscher der University of Montana und des US Geological Survey auf: Sie klärten damit nicht nur, was die Elche Nordamerikas mit dem Verschwinden zahlreicher Singvögel in den Wäldern des Westens zu schaffen haben. In den milder werdenden Wintern nämlich laben die Schaufelträger sich an Pflanzen und Baumtrieben, die in rauen Zeiten vom Schnee bedeckt und damit vor ihren Fraßfeinden geschützt sind. Das verdrängt viele dieser Pflanzen aus ihren Biotopen – und vernichtet so auch den Lebensraum der Singvögel: Die ziehen in andere Regionen um.
Die Elche an den Pranger zu stellen wäre nun jedoch völlig falsch. Der Schnee bleibt schließlich wegen des Klimawandels aus – und den verantworten zum größten Teil wir Menschen mit unserem unbändigen Hunger nach Energie aus den Ölreserven unter der Erde.
Die Jahrzehnte dauernde Forschung der US-Wissenschaftler aber zeigt erneut, welche unüberschaubare Tragweite unser unüberlegtes Handeln im Kontext ökologischer Beziehungen hat.
Ein prächtiges Lehrstück von Mutter Natur.
Gerd Pfitzenmaier
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Erstaunliche Einblicke: Im Buch „What I Eat“ von Faith D'Aluisio erlebt der Leser und Betrachter in den fantastischen Bildern von Peter Menzel 80 Porträts über Menschen aus 30 Ländern der Welt. Kameltreiber, Masai-Hirten, deutsche Bäcker, US-Stahlbauer oder japanische Sumo-Ringer: Sie alle zeigen, was Menschen an einem einzigen Tag zum Leben brauchen – und essen.
Ganz en passant sind die Texte und Bilder damit auch ein Lehrbuch über richtiges Essen. Denn wichtig ist, was wir an Input brauchen, damit wir existieren und tun können, was wir müssen. D’Aluisio und Menzel zeigen dies an sehr unterschiedlichen Beispielen: Nicht Nährwerttabellen und Diät-Theorien helfen uns, gesund zu bleiben. Die Porträtierten essen zwischen 800 und fast 13.000 Kalorien, weil sie die zum Meistern ihrer unterschiedlichen Aufgaben und Lebensweisen brauchen – oder damit auskommen müssen.