UN-Biodiversitätsrat IPBES
Montage: Universität Kopenhagen

Das Artenserben ist schlimmer als die Folgen des Klimawandels: „Die Bewahrung der Artenvielfalt und des ökologischen Gleichgewichts ist eine größere Herausforderung“, sagen Wissenschaftler kurz vor der Gründung des neuen UN-Biodiversitätsrats IPBES. weiter....

Grüne Woche erwartet 400.000 Besucher
Foto: ap/Halima Zaremba

Grüne Woche in Berlin: Vom 20. bis zum 29. Januar schauen Landwirte und Verbraucher wieder in die deutsche Hauptstadt. Unterm Funkturm zeigen 1.624 Aussteller aus 59 Ländern wieder Neuheiten für Bauern und Spezialitäten für (Hobby-Köche. Rund 75 Agrarminister aus aller Welt und die Spitzenvertreter der Land- und Ernährungswirtschaft kommen nach Berlin. Die weltgrößte Verbraucherschau für Landwirtschaft, Ernährung und Gartenbau findet in 26 Hallenkomplexen auf 115.000 Quadratmetern Fläche statt und erwartet 2012 rund 400.000 Besucher. globalo bietet täglich aktuell die neuesten Nachrichten von der Grünen Woche im Extra-Newsticker. weiter....

Umwelt- und Klimaschutz bleiben Top-Themen

Der Klimawandel ängstigt die Menschen in Deutschland mehr als die Folgen der Wirtschaftsflaute. In der öffentlichen und medialen Diskussion rangiert die globale Erderwärmung auch 2012 weiter ganz oben auf der Themen-Liste. Das ergab eine aktuelle Umfrage eines der führenden Online-Marktforschungsinstitute im deutschsprachigen Raum. Marketagent.com befragte dafür knapp 1.500 Personen. Se kommentiert das Ergebnis: „Wie bei so vielen Themen ist das Vertrauen in die Politik, für konkreten Klimaschutz zu sorgen, eher gering.“ weiter....

Klimawandel versauert Meere

Wissenschaftler unter Führung von Tobias Friedrich and Axel Timmermann vom International Pacific Research Center der University of Hawaii in Mānoa veröffentlichen in der Zeitschrift Nature Climate Change ihre Forschungs-Ergebnisse: Das immer sauerer werdenden Meerwasser schränkt die Kalkbildung von Muscheln, Meeresschnecken und Korallen immer dramatischer ein – seit Beginn des Industriezeitalters sank sie um 15 Prozent. Bis Ende des 21. Jahrhunderts wird der Wert demnach um über 40 Prozent reduziert sein. weiter....

Akzeptanz von E-Mobility
Foto: BMW-Group

Eine Studie des Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI in acht Modellregionen Deutschlands ergab, „dass diese nützlich im Alltag und sowohl beim Fahren als auch beim Laden einfach zu handhaben sind“. 2.300 Nutzer von E-Mobilen erzählten den Forschern von ihren Erfahrungen mit Stromern. Die ISI-Forscher: „Besonders schätzen sie den Fahrspaß, die positive Außenwirkung und die Umweltverträglichkeit ihrer Fahrzeuge.“ weiter....

Albatrosse könnten vom Klimawandel profitieren
Foto: David Gremillet/CHRS

Gewinner im Klimawandel:Albatrosse scheinen – zumindest aktuell – von den geänderten Windverhältnissen der Südhalbkugel zu profitieren. Das fand jetzt eine internationale Forschergruppe in Zusammenarbeit des französischen Nationalen Zentrums für wissenschaftliche Forschung (CEBC-CNRS) und des deutschen Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) heraus: Die Vögel finden in kürzerer Zeit mehr Nahrung. Dadurch wuchs nicht nur der Bruterfolg. Sie steigerten auch ihr Körpergewicht um gut 10 Prozent. Allerdings zeigen Klimamodelle, dass diese Anpassung an den Klimawandel wohl kaum länger als wenige Jahrzehnte als Erfolgsstrategie funktioniert. weiter....

Grüne Woche: NABU will engagiertere Bauern
Foto: ap/E. Werner

Zur"Internationalen Grünen Woche" fordert der NABU mehr Engagement der Landwirte. "Obwohl sie ihr Einkommen zum großen Teil aus europäischen Agrarsubventionen beziehen, werden viele Landwirte ihrer Verantwortung für den Erhalt von artenreichen Landschaften, gesunden Böden und sauberen Gewässer nicht gerecht", kritisiert NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. "Wir brauchen mehr Landwirte in Deutschland, die bereit sind, sich aktiv für die Natur und unsere Landschaften einzusetzen." weiter....

Foto: ap/S. Bentrup

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat Bundesumweltminister Norbert Röttgen aufgefordert, die Atomkraftwerksbetreiber zur Finanzierung der neuen Endlagersuche für hochradioaktiven Atommüll heranzuziehen. „Bald zwei Milliarden Euro, die für Erkundung und Ausbau des Salzstocks in Gorleben am Ende ausgegeben sein werden, dürfen nicht weitere Milliarden folgen. Die Atomkraftwerksbetreiber haben den Atommüll produziert, sie müssen auch sämtliche Kosten für dessen Entsorgung tragen."weiter

Foto: ap/S. Zimmer

44,6 Milliarden Euro: So viel Geld erwirtschafteten die Betriebe des produzierenden Gewerbes und des Dienstleistungsbereiches in Deutschland im Jahr 2009 mit Gütern für den Umweltschutz. Das Statistische Bundesamt (Destatis) gibt zudem bekannt, dass allein 27,3 Milliarden Euro oder mehr als 60 Prozent dieser Umsätze auf Waren, Bauleistungen und Dienstleistungen für den Klimaschutz entfielen.

Der Umsatz mit Waren für den Klimaschutz belief sich auf 20,1 Milliarden Euro. weiter

Foto: Unicef/J. Escher

UNICEF prämierte die Bilder des Jahres: Und nach Meinung der Jury des UN-Kinderhilfswerks stammt das beste Foto des Jahres 2010 vom 30-jährigen deutschen Nachwuchsfotografen Kai Löffelbein. Das Siegerbild zeigt einen Jungen auf der Giftmüllhalde Agbogbloshie in der Nähe von Ghanas Hauptstadt Accra. Umgeben von hochgiftigen Dämpfen und Elektroschrott aus dem Westen hält der Junge das Skelett eines Bildschirms in die Höhe. weiter

Foto: T. Barros

Entschleunigung extrem: Die sich immer rasanter drehende Welt will der New Yorker Designer Tiago Barros ausbremsen. Er setzt ihr einen Kontrapunkt entgegen. „Slow Travel“ nennt Tiago das Prinzip, bei dem die Passagiere sich auf künstlichen, wolkenähnlichen Ballons vom Wind an unbekannte Ziele verwehen lassen sollen. weiter

Foto: US Dep. of Energy

Der Oscar-prämierte Schauspieler und Produzent Michael Douglas hat sich mit der Organisation des Vertrags über das umfassende Verbot von Nuklearversuchen (CTBTO) für eine Reihe von nüchternen aber aussagekräftigen Fernsehspots zusammengetan, die für den Vertrag werben sollen. "Der Vertrag über das umfassende Verbot von Nuklearversuchen ist das leuchtende Vorbild für eine Welt ohne Kernwaffen. Ist er erst einmal in Kraft, wird er dazu beitragen, das nukleare Wettrüsten zu verhindern, dessen Zeugen wir in der Vergangenheit geworden sind, und das weitere Aufstocken der Kernwaffenarsenale um einiges schwieriger gestalten", so Douglas. weiter

Sonne spukt elektrisch geladene Wolken aus
Foto: NASA

Auf der Sonne tobt ein Sturm. Die stärkste Eruption seit 2003 katapultiert elektrisch geladene Partikel von unserem Tagesstern ins All. Die Teilchen rasen mit 2.200 Kilometern pro Sekunde – und treffen auch die Erde. Obwohl Wissenschaftler der NASA keine schlimmeren Schäden befürchten, kann solch eine starke solare Energieschleuder Satelliten im Orbit außer Funktion setzen und damit etwa die Telekommunikation auf der Erde lahm legen. Was die Forscher auf jeden Fall vorher sagen: Auf der Erde werden beim Eintreffen der Plasma-Wolke von der Sonne vermehrt bunte Polarlichter flimmern! weiter....

Grafik: Toyota

Künstliche Photosynthese könnte der erste Schritt in eine Nach-CO2-Zeit sein. Wissenschaftlern des japanischen Toyota-Konzerns gelang er jetzt. Sie produzierten im Labor aus Wasser und Kohlendioxid Ameisensäure – ganz ohne weitere Chemikalien als Hilfsmittel – und nur mit einem sonnenlicht als Energiequelle: ganz nach dem Vorbild der Natur. weiter

Foto: ap/J. Schilke

Uni Hohenheim hilft China; Weil sich im Nordwesten Chinas die Wüste immer weiter ausbreitet, st das Leben in den dicht bevölkerten Oasen entlang des Flusses Tarim bedroht. Im Rahmen des Forschungsprojektes SuMaRiO greifen Wissenschaftler der Universität Hohenheim ihren chinesischen Kollegen unter die Arme. Das Bundesforschungsministerium fördert das Vorhaben mit rund 1,4 Mio. Euro. weiter

Seide heilt Herz
Foto: MPI

Wissenschaftler des Max-Planck-Institut für Herz- und Lungenforschung in Bad Nauheim wollen kranke Herzen reparieren. Dazu nutzt die Arbeitsgruppe um Felix Engel die Seidenfäden aus den Kokons des Tusaseidenspinners (Antheraea mylitta). Daraus bauen sie ein Gerüst, auf dem sie neue Herzzellen züchten. So könnten dann - so der Plan - Vernarbungen am Herzen mit Stammzellen geheilt werden und ein Patient wieder gesund leben. weiter....

Träume heilen: Wissenschaftler der University of California untersuchten mit Scans der Hirnströme, wie unser Denkorgan mit der Erinnerung an unangenehme oder traumatische Ereignisse während des Schlafes umgeht. Das Team um Matthew Walker zeigte dazu Freiwilligen emotionale Bilder und scannte die Probanden, als sie diese Bilder mehrere Stunden später wieder sahen. Jene Teilnehmer, denen erlaubt worden war zu schlafen, wiesen in Regionen des Gehirns, die mit Gefühlen in Zusammenhang stehen, weniger Aktivität auf. Stattdessen war jener Bereich aktiver, der mit rationalem Denken in Verbindung steht. weiter

Abnehmen – durch Kaugummi kauen! Diese fantastische Botschaft will Robert Doyle, ein Chemie-Professor an der Syracuse University bald wahr werden lassen. In der Fachzeitschrift American Chemical Society's Journal of Medicinal Chemistry veröffentlichte er jetzt die Ergebnisse seiner Forschung, wonach das natürliche Appetitzügler-Hormon PYY durch Kaugummi kauen rasch in den Blutkreislauf gelangt und dort zu ein Sättigungsgefühl auslöst. weiter

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Newsticker: Grüne Woche

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Kommentar:

Von Elchen und Singvögeln

Das feine Gespinst ökologischer Verflechtungen dröselten jetzt Forscher der University of Montana und des US Geological Survey auf: Sie klärten damit nicht nur, was die Elche Nordamerikas mit dem Verschwinden zahlreicher Singvögel in den Wäldern des Westens zu schaffen haben. In den milder werdenden Wintern nämlich laben die Schaufelträger sich an Pflanzen und Baumtrieben, die in rauen Zeiten vom Schnee bedeckt und damit vor ihren Fraßfeinden geschützt sind. Das verdrängt viele dieser Pflanzen aus ihren Biotopen – und vernichtet so auch den Lebensraum der Singvögel: Die ziehen in andere Regionen um.

Die Elche an den Pranger zu stellen wäre nun jedoch völlig falsch. Der Schnee bleibt schließlich wegen des Klimawandels aus – und den verantworten zum größten Teil wir Menschen mit unserem unbändigen Hunger nach Energie aus den Ölreserven unter der Erde.

Die Jahrzehnte dauernde Forschung der US-Wissenschaftler aber zeigt erneut, welche unüberschaubare Tragweite unser unüberlegtes Handeln im Kontext ökologischer Beziehungen hat.

 

Ein prächtiges Lehrstück von Mutter Natur.

 

Gerd Pfitzenmaier

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Ernährungskunde in Bildern

Erstaunliche Einblicke: Im Buch „What I Eat“ von Faith D'Aluisio erlebt der Leser und Betrachter in den fantastischen Bildern von Peter Menzel 80 Porträts über Menschen aus 30 Ländern der Welt. Kameltreiber, Masai-Hirten, deutsche Bäcker, US-Stahlbauer oder japanische Sumo-Ringer: Sie alle zeigen, was Menschen an einem einzigen Tag zum Leben brauchen – und essen.

Ganz en passant sind die Texte und Bilder damit auch ein Lehrbuch über richtiges Essen. Denn wichtig ist, was wir an Input brauchen, damit wir existieren und tun können, was wir müssen. D’Aluisio und Menzel zeigen dies an sehr unterschiedlichen Beispielen: Nicht Nährwerttabellen und Diät-Theorien helfen uns, gesund zu bleiben. Die Porträtierten essen zwischen 800 und fast 13.000 Kalorien, weil sie die zum Meistern ihrer unterschiedlichen Aufgaben und Lebensweisen brauchen – oder damit auskommen müssen.

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